Förderung durch die Lindauer Psychotherapiewochen

Eines der Hauptziele der Vereinigung für psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung e.V. ist die Förderung psychotherapeutischer Fort- und Weiterbildung. Dies lässt sich in der jährlichen Durchführung der Lindauer Psychotherapiewochen ebenso wie in der Förderung des psychotherapeutischen Nachwuchses und der Psychotherapeuten der osteuropäischen Nachbarländer erkennen.

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Nachwuchsförderprogramme

Die Vereinigung für psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung e.V., als Veranstalter der Lindauer Psychotherapiewochen, unterstützt auch 2012 in jeder Tagungswoche 24 junge Ärztinnen und Ärzte bzw. Psychologinnen und Psychologen. Die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten können kostenlos am 32-stündigen Modul zur Gruppentherapie bzw. Angehörigenarbeit teilnehmen. Die Anwesenheit an allen 6 Kurstagen ist verpflichtend. Die Kosten für Unterkunft, Anreise und Verpflegung sind selbst zu tragen.

Wer kann sich bewerben?
Die Module richten sich an junge ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen, bis zum vollendeten 35. Lebensjahr, die in Institutionen (Psychotherapie, Psychosomatische Medizin, Psychiatrie, Kinder- u. Jugendlichenpsychiatrie) oder auch ambulant tätig sind und die sich intensiver mit der Gruppendynamik und -therapie bzw. der Angehörigenarbeit beschäftigen wollen.

Bewerbungen waren bis zum 25. November 2011 zu richten an:

Kontakt

Organisationsbüro der Lindauer Psychotherapiewochen
Jeanette Kitzer | Kristin Krahl | Ute Bewer
Platzl 4 A | D-80331 München

fon +49-(0)89-2916 3855
fax +49-(0)89-2916 5039
email Email Info@Lptw.de
web www.Lptw.de

Je 24 Kandidatinnen und Kandidaten freuen sich über eine Teilnahme, Zusagen wurden schriftlich bekannt gegeben.

"Keine Angst vor Gruppen" Zur allgemeinen und störungsorientierten Gruppentherapie in Kliniken

Termin: Sonntag, 15. April, bis Freitag, 20. April 2012
Leitung: Dr. med. Dankwart Mattke u. Prof. Dr. phil. Bernhard Strauß

Viele in Institutionen tätige PsychotherapeutInnen erfahren im Verlauf ihrer Ausbildung vergleichsweise wenig über Gruppenpsychotherapie und deren Anwendungsformen. Sie sind jedoch - speziell in Kliniken - oft ohne spezifische Vorbereitung damit konfrontiert, Gruppenbehandlungen durchführen zu müssen. In diesem Modul wird PsychotherapeutInnen ein systematischer Zugang zur stationären Gruppenpsychotherapie vermittelt, insbesondere zu: Gruppendynamik, Gruppensettings und deren Gestaltung in Kliniken sowie Einsatz von störungsorientierten Gruppentherapien. Dabei werden die Eigenheiten von Gruppenprozessen und der Gruppenleitung theoretisch, aber immer auch anwendungsbezogen, dargestellt und in Selbstreflexionsrunden diskutiert. Der heutige Wissensstand zu störungsorientierten Ansätzen in der Gruppentherapie wird skizziert und am Beispiel depressiver Störungen exemplifiziert. Durch die interaktive Wissensvermittlung wird emotionales Lehren und Lernen unterstützt. Das bedeutet, dass neben theoretischem Input anhand von Videobeispielen und Handouts auch Rollenspiele und Praxiserprobung durchgeführt werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Moduls wird zudem sein, anhand der täglichen Reflexion des Gruppenprozesses die eigene Gruppenkompetenz zu entwickeln. - Lit.: B. Strauß u. D. Mattke (Hg.): Gruppenpsychotherapie - Ein Lehrbuch für die Praxis. Springer 2012. D. Mattke, L. Reddemann u. B. Strauß: Keine Angst vor Gruppen! 2.Aufl. Klett-Cotta 2011.

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"Wichtig? Ungehört? Lästig? Der Umgang mit Angehörigen in der Psychotherapie"

Termin: Sonntag, 22. April, bis Freitag, 27. April 2012
Leitung: PD Dr. med. Georg Romer, Dipl.-Soz.-Päd. Angelika Holderberg, Prof. Dr. med. Manfred Cierpka, Prof. Dr. med. Peter Joraschky

In Psychotherapie-Weiterbildungen ist der Umgang mit Angehörigen von PatientInnen ein oftmals vernachlässigtes Thema. BehandlerInnen sind hierbei oft auf sich gestellt. Dabei kann die Einbeziehung von Angehörigen für therapeutische Prozesse im stationären und ambulanten Setting sehr fruchtbar sein. In diesem Modul wird ein systematischer Zugang zur Arbeit mit Angehörigen vermittelt: Grundlagen der Familien- und Paardynamik, das Familiengespräch, das Paargespräch, Arbeit mit dem Genogramm und darstellenden Mitteln, Szenisches Verstehen, Übertragungs- und Gegenübertragungsprobleme, Fragen der Indikation und des Settings, Fokusbildung, Interventionsmöglichkeiten. - Lit.: M. Cierpka (Hg.): Handbuch der Familiendiagnostik. Springer 2008. G. Reich, A. Massing u. M. Cierpka: Praxis der psychoanalytischen Familien- und Paartherapie. Kohlhammer 2007.

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Unterstützung von Studenten

Ermäßigungen für Studenten

Studentinnen und Studenten der Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaften bis zum vollendeten 30. Lebensjahr zahlen für die Tagungswoche nur 30,-- €, Theorieseminare können für 35,-- € belegt werden.

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Europaweites Engagement

Kostenloser Tagungsbesuch für Osteuropäische Kolleginnen und Kollegen

Die Vereinigung für psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung e.V. fördert jährlich etwa zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Osteuropa. Das Stipendium soll zur Aus-, Fort- und Weiterbildung in Psychotherapie dienen und so zur Qualifizierung von Ärztinnen und Ärzten, Diplompsychologinnen und -psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder-/ Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten aus unseren osteuropäischen Nachbarländern beitragen. Es umfasst eine kostenfreie Tagungsteilnahme. Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung werden nicht übernommen.

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